Elektrisch oder mit Verbrennungsmotor, was ist bisher besser?

Die gesamte Automobilbranche steht derzeit vor einer ernsten Frage: Ist ein elektrischer Antrieb besser, oder sollten wir Erdölquellen als Kraftstoff verwenden? Bei der Beantwortung dieser Frage spielen Faktoren wie die Erneuerbarkeit von Ressourcen, Kosten, Nachhaltigkeit, Umweltauswirkungen und die Gesamtlebensdauer von Autos eine Rolle. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit ist der Elektroantrieb auf jeden Fall besser, und die Automobilunternehmen sehen diese Zukunft genauso, wie sie danach streben, ihre Fabriken kohlenstoffneutral zu gestalten und einen möglichst kleinen negativen Fußabdruck zu hinterlassen.

Auf dem Markt für Elektrofahrzeuge herrscht ein starker Wettbewerb. Das ist gut für die Verbraucher und die Industrie, denn sie versuchen, miteinander zu konkurrieren und innovative Wege zu finden, um neue Kunden zu gewinnen. Ein weiterer Faktor sind die Preissenkungen, die Anfang des Jahres zum Trend bei Elektrofahrzeugen wurden. Elon Musk hielt es für eine gute Strategie, sein Produkt für die Käufer attraktiver zu machen, und senkte mit seinem Unternehmen Tesla die Preise für ausgewählte Modelle. Außerdem hat er die Bestellungen für das Langstreckenmodell Model 3 in den USA erneuert, der aktuelle Preis liegt bei 47.240 Dollar, das sind 18,5 Prozent weniger als der Preis vom August 2020. Die Bestellliste ist laut Musk zu lang, und interessierte Käufer werden auf die neuen Modelle warten müssen.

Preissenkungen sind vielleicht nicht die richtige Entscheidung

Ford-Chef Jim Farley hat sich besorgt über dieses Phänomen geäußert, insbesondere nach der zweiten Preissenkung des Autoherstellers für den Mustang Mach-E, um mit Teslas Model Y zu konkurrieren. Letzten Monat wurde die Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge für den Mach-E von 7.500 Dollar auf 3.750 Dollar halbiert. Zu viele Preisnachlässe, auch wenn Ford sie beibehalten will, könnten dazu führen, dass das Flaggschiffmodell im Bereich der Elektrofahrzeuge an Exklusivität verliert. Die Investition des Unternehmens in ein neues Fertigungszentrum in Memphis, Tennessee, wird dazu beitragen, die gleichbleibende Qualität seiner Fahrzeuge zu gewährleisten.

Porsche will Preise anheben

Der deutsche Hersteller Porsche hat dagegen angekündigt, die Preise für seine Luxusprodukte anzuheben. In der zweiten Hälfte des Jahres 2023 werden sie in Europa und den USA um 4 bis 8 Prozent steigen. Die Erhöhung ist auf die schwierige Versorgung mit Halbleitern und einigen Teilen für das Modell Taycan zurückzuführen. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen jedoch, dass sich die Situation in den kommenden Monaten verbessern wird, da es einen Anstieg der Bestellungen um 18 Prozent verzeichnet hat. Das Unternehmen ging im September 2022 getrennt von seiner Muttergesellschaft Volkswagen an die Börse und verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Umsatz von 10,1 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 1,84 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen.

Ford möchte in diesem Jahr eine stabile Position halten

Die Ford Motor Company verzeichnete im ersten Quartal einen starken Umsatz und Gewinn, was vor allem auf die Nachfrage nach Lastwagen und SUVs zurückzuführen ist. Der CEO möchte, dass das Unternehmen "langweilig vorhersehbar" ist, und im Gegensatz zu Tesla wird Ford den Absatz von Elektrofahrzeugen nicht um jeden Preis priorisieren. Im ersten Quartal lief das Geschäft mit Verbrennungsfahrzeugen besser als das mit Elektrofahrzeugen, und das Unternehmen will die starke Nachfrage vor allem nach dem elektrischen F-Pickup nutzen und die Produktion bis zum Jahresende auf 150.000 Fahrzeuge steigern. Außerdem will das Unternehmen 1,5 bis 2 Milliarden Dollar für Restrukturierungskosten im Jahr 2023 zurückstellen und in diesem Zusammenhang mehrere unrentable Filialen schließen und jeden neunten Arbeitsplatz in Europa streichen.

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Die Aktienentwicklung der Ford Motor Company in den letzten fünf Jahren (Quelle: Google)

Volvo hat den chinesischen Markt stark vorangetrieben

Der Autohersteller Volvo Cars gab bekannt, dass er mit 51.976 verkauften Fahrzeugen eine Absatzsteigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielte. Der Anstieg ist auf die starken Verkäufe in China zurückzuführen, wo sie um 46 Prozent zunahmen. Auf dem europäischen Markt, der für Volvo der größte Markt ist, stieg der Absatz um 5 Prozent, während er in den USA um 4 Prozent zurückging. Der Anteil der Elektrofahrzeuge an den Gesamtverkäufen stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 100 Prozent auf 17 Prozent, und die Verkäufe aller aufladbaren Modelle, einschließlich der nicht-elektrischen Modelle, stiegen um 28 Prozent.

Elektromotoren Hand in Hand mit Verbrennungsmotoren?

Automobilhersteller wie Ford, Porsche und Volvo Cars machen weiterhin bedeutende Fortschritte bei Verkauf und Produktion von Fahrzeugen mit Elektro- und Verbrennungsmotoren. Man kann mit Sicherheit sagen, dass sich Elektrofahrzeuge auf dem Automarkt immer mehr durchsetzen und aufgrund ihres rasanten Wachstums Verbrennungsmotoren in erschreckendem Maße überholen. Investitionen in die Entwicklung besserer elektrischer Antriebe scheinen vernünftig zu sein, und wir werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich ein konstantes Wachstum erleben. Der chinesische Markt, auf dem viele Automobilunternehmen auf fruchtbaren Boden gestoßen sind, wird dabei eine wichtige Rolle spielen[1].

 

[1] Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf Annahmen und aktuellen Erwartungen, die sich als unzutreffend erweisen können, oder auf dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld, das sich ändern kann. Solche Aussagen sind keine Garantien für zukünftige v

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