1. Puma
Die Bemühungen des deutschen Sportbekleidungs- und Schuhherstellers in den Bereichen Klima, Waldschutz und Wassersicherheit wurden auch von der Organisation CDP gewürdigt. Mit seiner Öko-Kollektion „PUMA x First Mile“ verarbeitet das Unternehmen recyceltes Polyester aus Plastikflaschen, die von kommunalen Abfallsammlern stammen, und reduziert so den Plastikverbrauch und trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Gemeinden bei. Es will Nachhaltigkeit schrittweise in alle Aspekte seiner Produktion integrieren – vom Produktdesign bis zur Beschaffung der Rohstoffe.
Obwohl der Kurs seiner Aktien gegenüber den Höchstständen eine deutliche Korrektur erfahren hat, hat das Unternehmen seit seinem Börsengang eine Wertsteigerung von fast 1.000 Prozent erzielt.* Grund für die aktuelle Korrektur ist der Rückzug aus weniger attraktiven Vertriebskanälen und Geschäftsbeziehungen, die als schädlich für die Marke oder als margenschwach angesehen wurden. Die Folge ist ein Rückgang der Großhandelsumsätze – im ersten Halbjahr 2026, was sich auch im Börsenwert des Unternehmens widerspiegelte.* Das Unternehmen plant, im Jahr 2027 wieder in ein Wachstumsszenario zurückzukehren, was einen positiven Impuls für die Aufnahme dieses Wertpapiers in ein Anlageportfolio darstellen könnte.[1]
Grafik: Wertentwicklung der Puma-Gruppe seit ihrem Börsengang. (Quelle: Google Finance) *
2. Adidas
Das Unternehmen ist Gründungsmitglied von Initiativen, die sich für eine nachhaltigere Bekleidungsindustrie einsetzen, darunter Better Cotton, die Fair Labor Association und Leather Working. In seinen Produkten verwendet das Unternehmen recycelte oder nachhaltig gewonnene nachwachsende Rohstoffe, 100 Prozent zertifizierte Baumwolle und 99 Prozent Polyester aus recycelten Quellen.
Bis 2023 hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, dass 10 Prozent des Polyesters im Rahmen des „Textile-to-Textile“-Prinzips aus recycelten Textilabfällen stammen sollen. Die ersten Produkte sollen bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen. Um die Umwelt zu schützen, versucht das Unternehmen zudem, vegane Materialien und Bio-Baumwolle sowie umweltfreundlichere Verfahren zur Stofffärbung einzusetzen, mit dem Ziel, die Belastung der Wasserressourcen und seinen CO₂-Fußabdruck zu verringern.
Obwohl die Aktien des Unternehmens bei Betrachtung ihrer 5-Jahres-Entwicklung im Minus liegen und zuletzt auch aufgrund schwächerer Finanzergebnisse und fehlender Aussichten auf Gewinnsteigerungen, was die Anleger verunsicherte, sowie der Kosten für die FIFA-Weltmeisterschaft, die 924 Millionen Euro (etwa 212 Millionen Euro mehr als im Vorjahr), ohne dass sich diese Investition nennenswert im Gewinn niederschlug, was für Enttäuschung sorgte, haben die Aktien seit ihrem Börsengang dennoch insgesamt um mehr als 280 Prozent zugelegt. Aus kurzfristiger Sicht sind die Aktien des Unternehmens daher vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für langfristige Anleger, die an das weitere Wachstum des Unternehmens glauben, ist eine solche Investition sicherlich sinnvoll.*
Grafik: Wertentwicklung von Adidas seit dem Börsengang. (Quelle: Google Finance) *
Wer kennt nicht den Slogan „Move to Zero“, der seit Jahren ein fester Bestandteil von Nikes Weg zu null CO₂-Emissionen und null Abfall ist und mit dem das Unternehmen die Zukunft des Sports sichern will. Aber wusstet ihr, dass alle Abfälle innerhalb der erweiterten Lieferkette von Nike nicht auf Deponien gelangen und mindestens 80 % davon in die Produkte der Marke oder in andere Produkte zurückgeführt werden? Ich besitze selbst ein Paar Turnschuhe dieser Marke aus recycelten Materialien, und in meiner Freizeit sind sie mein Lieblingsschuhwerk.
Das Unternehmen kombiniert innovative Technologien, recycelte Materialien und nachhaltiges Design. In der Praxis bedeutet dies, dass es bei der Produktion recycelte Materialien wie Plastikflaschen, Textilreste und Altkleider verwendet. Es minimiert Einwegverpackungen, die es durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen versucht, und eine Reihe von Nike-Fabriken und -Standorten nutzen bereits erneuerbare Energiequellen. Und natürlich dürfen wir die Kreislaufmode nicht vergessen – das Unternehmen investiert in die Entwicklung von Produkten, die sich leicht recyceln oder wiederverwenden lassen.
Die Aktien des Unternehmens befinden sich derzeit auf einem 12-Jahres-Tief, was auf den starken Wettbewerb durch Adidas, Hoka und New Balance sowie auf rückläufige Umsätze in China – einem wichtigen Markt für das Unternehmen – zurückzuführen ist. Zwar versucht CEO Elliott Hill, Nike wieder auf Wachstumskurs zu bringen, doch die Ergebnisse lassen auf sich warten. Andererseits gehört Nike zwar derzeit nicht gerade zu den Favoriten der Investmentwelt, könnte aber für risikofreudigere Anleger eine interessante Ergänzung ihres Anlageportfolios und eine potenzielle Gelegenheit darstellen, Aktien mit einem „erheblichen Abschlag“ zu kaufen.*
Grafik: Kursentwicklung von Nike seit dem Börsengang. (Quelle: Google Finance) *
Zukunftsaussichten
Zunehmender Wettbewerb, der Fokus auf Nachhaltigkeit und die Umstellung der Prozesse auf Emissionsfreiheit sind relativ anspruchsvolle Herausforderungen, wie sich auch an der Kursentwicklung der ausgewählten Aktien am Markt ablesen lässt. Trotz kurzfristiger Rückgänge befinden sich die Aktien aller drei Unternehmen aus langfristiger Perspektive jedoch im positiven Bereich, weshalb eine Investition in diese Aktien eine interessante Ergänzung für Anleger darstellen kann, für die nachhaltige Anlagen über einen langfristigen Zeithorizont einen wichtigen Bestandteil ihres Portfolios bilden.[2]
* Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
*[1,2] Zukunftsgerichtete Aussagen basieren auf Annahmen und aktuellen Erwartungen, die unzutreffend sein können, oder auf dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld, das sich ändern kann. Solche Aussagen stellen keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung dar. Sie beinhalten Risiken und andere Unwägbarkeiten, die schwer vorhersehbar sind. Die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit genannten Ergebnissen abweichen.